Weltfrühchentag

Und wieder ist er da, der Weltfrühchentag. Er ist für mich genauso besonders wie ihr Geburtstag. Sie war ein Frühchen, ein spätes Frühchen, mit wenig Gewicht und Größe und viel Aufholbedarf. Und trotzdem gibt es sie, diese Leute, die hören, dass Minimi "nur" 4 Wochen zu früh kam und es abwinken, als wäre es nicht schlimm. Es war schlimm, ganz schlimm. Für Minimi, für mich, für alle. Denn es ging um Leben und Tod. Und wären wir nicht zu diesem Zeitpunkt frühzeitig getrennt worden, gäbe es heute kein Uns. Und um diese frühzeitige, abrupte Trennung irgendwie zu verarbeiten, war es ganz wichtig sie ständig bei mir zu haben und zwar im Tragetuch. Es war unsere verlängerte Schwangerschaft, nur Baby und ich. Und genau das war auch das, was wir beide brauchten. Minimi brauchte Mama, meine Nähe, meinen Duft, meinen Herzschlag. Viele vergessen wie wichtig das doch für unsere kleinen Babys ist, egal ob früh geboren oder reif geboren. Es gibt mittlerweile einige Neo-Stationen, die genau das begriffen haben und unsere Mäuse so oft es geht auf der Station im elastischen Tragetuch umsorgen. Das ist wundervoll. Es sollte einfach überall dazugehören, denn unsere Frühchen liegen nicht im Inkubator weil sie instabil sind, sondern sind instabil, weil sie im Inkubator sind!