Frühgeborene gehören ins Tragetuch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 7. bis zum 13. Mai findet die europäische Tragewoche (European Babywearing Week - EBW) statt. Anlässlich dazu beteilige ich mich an einer Blogparade mit einem kurzen Blogbeitrag zu dem Thema „Tragen von Frühchen“.

 

Bei Frühgeborenen, die viel Zeit und Nähe nachzuholen haben, ist das Tragen im elastischen Tragetuch die einfachste Art, Geborgenheit, Liebe und Urvertrauen zu schenken. Die abgebrochene Tragezeit im Mutterleib kann nachgeholt werden. Gerade wenn Mutter und Kind in der ersten Zeit wenig Kontakt hatten, verbindet das Tragen die Beiden um so mehr. Das elastische Tragetuch bietet vor allem für Frühgeborene Vorteile. Es fühlt sich wie eine zweite Haut an und wird am besten ohne Kleidung getragen, das heißt Mutter und Kind tragen Haut an Haut. Das führt dazu, dass Frühgeborene sich schneller stabilisieren und die Förderung aller Sinnesorgane optimal weitergeführt wird. Gleichgewicht, Sehen, Riechen, Hören, alle diese Sinne werden optimal stimuliert. Gleichzeitig lernt das Kind äußerliche Reize zu verarbeiten und ist vor diesen geschützt. Die schaukelnde Bewegung erinnert an die Zeit im Bauch der Mutter und beruhigt. Deshalb wird in vielen Kliniken das Känguruhing angeboten, bei dem wie oben beschrieben, Eltern und Kind Haut an Haut „kuscheln“. Während des Känguruhing wird bei der Mutter das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, welches als Schlüsselhormon für die Liebe und die Entwicklung der Mutter-Kind-Bindung bezeichnet wird. Außerdem haben Untersuchungen nachweislich ergeben, dass getragene Frühchen sich körperlich besser entwickeln, als Kinder, denen diese Erfahrungen fehlen. Aus diesem Grund gibt es sogar Kinderkrankenschwestern, die sich bereit erklären, die Frühgeborenen im Tragetuch zu umsorgen, während Mama und Papa dies nicht tun können. Denn auch sie haben erkannt, dass die Frühchen nicht im Inkubator liegen, weil sie instabil sind, sondern instabil sind, weil sie im Inkubator liegen.